Hintergrund

Naturschutzgroßprojekt unter der Trägerschaft des Geo-Naturparks Saale-Unstrut-Triasland e.V.

...WIR STELLEN UNS VOR

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Neben ausführlichen Beschreibungen erhalten Sie Hintergrundinformationen und Einzelheiten zu unseren Projektkulissen.

 Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns.

UNSERE ZIELE - PACKEN WIR ES AN!

Einzigartige Natur erhalten

Wir möchten die wertvollen Trockenlebensräume an Saale und Unstrut bewahren, weiterentwickeln und miteinander vernetzen. Sie zählen zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Region und beherbergen zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten, für deren Schutz Deutschland eine besondere Verantwortung trägt.

Naturschutz und Landwirtschaft gemeinsam denken

Wir setzen auf eine naturschutzgerechte, extensive Bewirtschaftung der Flächen, die sowohl der Natur als auch den Menschen vor Ort zugutekommt – nachhaltig, schonend und zukunftsfähig.

Landschaftspflege durch Weidetiere

Durch gezielte Beweidung wollen wir dafür sorgen, dass die Trockenhänge offen bleiben und nicht verbuschen. So bleibt das charakteristische Landschaftsbild erhalten – und mit ihm die Lebensräume vieler spezialisierter Arten.

Einbeziehung regionaler und lokaler Akteure

Wir arbeiten eng mit Landwirt:innen, Kommunen, Vereinen und Bürger:innen zusammen. Denn der Schutz unserer regionalen Vielfalt und Naturschätze gelingt nur gemeinsam.

Natur erlebbarer machen - bewusst und behutsam

Wir möchten Menschen für die Schönheit der Landschaft begeistern und sanfte Naturerfahrung ermöglichen und fördern – damit alle die Natur genießen können, ohne sie zu stören/beeinträchtigen.

KONKRETE MAßNAHMEN MIT DEUTLICHER WIRKUNG - BEISPIELE

Entbuschung, Mahd und Fällung zur Offenhaltung

Extensive Bewirtschaftung und Beweidung

Verbesserung der Bewirtschaftbarkeit und Zugänglichkeit

Die manuelle oder maschinelle Entbuschung sowie die gezielte Mahd und Fällung von Jungbäumen dienen dem Erhalt offener Landschaftsstrukturen. 

Ohne diese Eingriffe würden artenreiche Wiesen, Magerrasen oder Trockenhänge allmählich zuwachsen und verschwinden. Durch das Entfernen von Gehölzaufwuchs entstehen lichtreiche Lebensräume, die spezialisierten Pflanzen- und Tierarten zugutekommen. Gleichzeitig bleibt die charakteristische Offenheit der Landschaft erhalten, die historisch durch Nutzung geprägt ist. Diese Maßnahmen fördern ökologische Vielfalt, verhindern die Nutzungsaufgabe bzw. ermöglichen eine Nutzungs(wieder)aufnahme und sichern Sichtachsen und landschaftliche Lesbarkeit – zentrale Qualitäten für Natur, Mensch und regionale Identität.

Extensive Beweidung mit Schafen, Ziegen oder Rindern ist eine besonders nachhaltige Form der Landschaftspflege. 

Die Tiere halten Flächen offen, verhindern Verbuschung und schaffen durch selektiven Fraß kleinräumige Strukturen. Durch die Beweidung arbeiten sie als „Samentaxis“ und fördern den Austausch von Arten zwischen verschiedenen Flächen. Dadurch entstehen vielfältige Lebensräume, die seltenen Insekten, Vögeln und Pflanzen zugutekommen. Gleichzeitig verbindet Beweidung ökologische Wirkung mit wirtschaftlichem Nutzen: Fleisch, Wolle oder Milchprodukte entstehen als Nebenprodukte der Pflege. Die Präsenz von Weidetieren prägt das Landschaftsbild, bietet einen nachhaltigen Bewirtschaftungsansatz und stärkt das Bewusstsein für naturnahe Landwirtschaft. Extensive Beweidung wirkt entschleunigend, ressourcenschonend und stabilisierend für Kulturlandschaften und fördert regionale Wirtschaftskreisläufe.

Die Schaffung und Pflege von Infrastruktur, Wegen und Zugängen  macht Landschaft erlebbar und nutzbar. 

 

Durch gezielte Zuwegungen werden Flächen in abgelegenen Bereichen gelenkt erschlossen, sodass eine Bewirtschaftung erfolgen kann. Gut angelegte Wege ermöglichen Erholung, Umweltbildung und fördern den sanften Tourismus, ohne sensible Bereiche zu überlasten. Positive Naturerfahrung hilft dabei, Landschaft zu verstehen und wertzuschätzen. Gleichzeitig profitieren auch ganzjährige Pflege und Flächenkontrolle von besserer Zugänglichkeit. Die Erlebbarkeit von Natur stärkt die Bindung der Menschen an ihre Umgebung und schafft Akzeptanz für Schutz- und Pflegemaßnahmen – ein zentraler sozialer Effekt nachhaltiger Landschaftsentwicklung.
 

Das Naturschutzgroßprojekt

Kulturlandschaft braucht Pflege – wir packen es an

Das Ziel des Naturschutzgroßprojekts ist es, Offenlandlebensräume durch eine naturschutzgerechte Bewirtschaftung dauerhaft zu erhalten. Das Projekt eröffnet der Landschaftspflege durch Weidetiere in der Region eine Zukunftsperspektive, indem großflächig die strukturellen Voraussetzungen für eine langfristig tragfähige Bewirtschaftung von Trockenlebensräumen geschaffen werden – etwa durch Entbuschungen, das Errichten von Weideinfrastruktur, die Verbesserung der Zuwegung sowie den gesicherten Flächenzugriff. Mit der Umsetzung solch ersteinrichtender Maßnahmen soll ein dauerhaftes Management unter Einbindung lokaler Akteur:innen etabliert werden. So können Artenschutz und extensive Weidetierhaltung Hand in Hand gehen und sowohl die einzigartige Biodiversität der Region stärken als auch die charakteristische Kulturlandschaft an Saale und Unstrut bewahren.

Dafür erarbeiten wir aktuell einen umfassenden Pflege- und Entwicklungsplan.

 

Vorbereitung ist alles – die Planungsphase 

Um den Pflegebedarf der Trockenlebensräume in der Projektkulisse großräumig zu erfassen, wird in der Projektphase I des Naturschutzgroßprojektes ein Pflege- und Entwicklungsplan erstellt. Auf Grundlage von Biotopkartierungen, Erfassungen ausgewählter Tier- und Pflanzenarten sowie einer sozioökonomischen Studie – und in enger Zusammenarbeit mit Nutzer:innen, Eigentümer:innen und weiteren Akteur:innen vor Ort – werden für jede Fläche konkrete Entwicklungsziele formuliert. Darauf aufbauend werden notwendige Pflegemaßnahmen entwickelt. Ergänzend entstehen Konzepte zur Flächensicherung, Besuchendenlenkung und Öffentlichkeitsarbeit.

Zudem vernetzen wir uns intensiv in der Region, knüpfen Kontakte zu potenziellen Partner:innen für Beweidung und Landschaftspflege, suchen den Austausch und gehen aktiv in den Dialog mit Flächeneigentümer:innen, Landnutzenden und Fachbehörden. So schaffen wir die bestmöglichen Voraussetzungen für einen nachhaltigen Projekterfolg.

 

Der Projektverlauf

Phase I (2024 – 2028): Planung

  • Erarbeitung des Pflege- und Entwicklungsplanes (Biotopkartierung, Arterfassungen, Zielentwicklung, Maßnahmenplanung & Umsetzungspriorisierung)
  • Durchführung einer sozioökonomischen Studie (Flächennutzung, Verpachtung, Eigentum, Wertschöpfung)
  • Abstimmung mit Landnutzenden, Eigentümer:innen, Gemeinden und Fachexpert:innen
  • (über-)regionale Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und Dialogveranstaltungen

Phase II: Umsetzung von Maßnahmen

Die zweiten Projektphase dient der Umsetzung der im Pflege- und Entwicklungsplan definierten Maßnahmen.

Nach Abschluss der Pflege- und Entwicklungsplanung wir mittels eines Förderantrages für Phase II über die Umsetzung beschieden. 

PHASE -I-

Erarbeitung des Pflege- und Entwicklungsplans

Um den Pflegebedarf der Trockenlebensräume in der Projektkulisse großräumig zu erfassen, wird in der Projektphase I des Naturschutzgroßprojektes ein Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet.

Dieser beinhaltet hauptumfänglich:

  • Biotopkartierungen
  •  Erfassung der Tier- und Pflanzenarten
  • Sozioökonomische Analysen
  •  Maßnahmenplanung
  •  Kostenermittlung & Umsetzungspriorisierung

 

AKTIV

PHASE -II-

Umsetzung konkreter Maßnahmen             

in enger Zusammenarbeit mit Nutzer:innen, Eigentümer:innen und weiteren Akteur:innen vor Ort – werden werden auf Basis der konkreten Flächenentwicklungsziele notwendige Pflegemaßnahmen wie Beweidung, Entbuschung oder Nutzungsextensivierung auf ausgewählten Flächen durchgeführt.
In diesem Zeitraum findet eine sehr intensive Landschaftspflege zeitgleich in allen Teilräumen statt.

Außerdem erfolgen begleitende Maßnahmen wie z. B. Flächensicherung, Öffentlichkeitsarbeit & Informationsvermittlung, Monitoring & Projektevaluierung.

PHASE -III-

Maßnahmenverstetigung                              

nach Umsetzung von Pflegemaßnahmen zur Unterstützung der Wiederaufnahme bzw. Weiterfühung eine Flächenbewirtschaftung, wird koordiniert durch den Projektträger eine Dauerpflege der Maßnahmenflächen eingerichtet.

Kommunikation und Akteursarbeit

Öffentlichkeitsarbeit als wichtiger Projektbestandteil

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Projektarbeit ist Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Durchführung von Beteiligungsformaten zur Förderung einer positiven Wahrnehmung des Naturschutzprojektes in der Region und darüber hinaus. Dabei stehen die Vermittlung von Informationen, die Schaffung von Akzeptanz für die Projektziele sowie die Identifizierung möglicher Interessenkonflikte im Mittelpunkt. 

Die Netzwerkarbeit sowie der Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch erfolgen im Rahmen von Stammtischen, Arbeitskreisen und Workshops. Ziel ist es, die naturschutzfachliche und rechtliche Notwendigkeit einer naturschutzorientierten Beweidung zu vermitteln und gleichzeitig Chancen für die einzelbetriebliche Entwicklung aufzuzeigen.  Der kontinuierliche Austausch mit potenziellen Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern, Beweiderinnen und Beweidern sowie Dienstleistenden, die für die Umsetzung geplanter Biotopmanagementmaßnahmen in Betracht liegt uns am Herzen. Gemeinsam mit Praktikern, betroffenen Interessenvertretungen und der Verwaltung entwickeln wir Leitbilder für unsere Maßnahmenumsetzungen. 

DOWNLOADS & INFOMATERIAL

Hier finden Sie hilfreiche Materialien zum Download - unter anderem: Kartenmaterial als PDF für Planer und kommunale Akteure, Allgemeine Informationen wie Flyer und Broschüren mit Informationen zum Geo-Naturpark und zum Naturschutzgroßprojekt sowie unser anschauliches Info-Video mit Schäfer Matthias.

KARTENMATERIAL
 

- Daten im geschlossenen PDF Format

 


Hier stellen wir die, den Teilräumen zugehörigen PDF Kartensätze online bereit

FLYER UND BROSCHÜREN

Projektsteckbrief und Material aus Projekten auf unseren Zielbiotopen im GeoNaturpark Saale-Unstrut-Triasland

INFO-VIDEO 
UNSERE VISION

Der Schäfer führt durch das Unstruttal und gibt Einblicke in seine Arbeit sowie den Nutzen extensiver Beweidung.

KI-unterstützt erstellt

Träger: Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland e. V.

Projektablauf: aktuell Planungsphase (Projekt I) / geplant Umsetzungsphase (Projekt II)

Laufzeit: 12/2024 – 02/2028
Fördervolumen: 1,613 Mio. EUR

Das Projekt wird gefördert über das Förderprogramm „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (75 %) und des Landes Sachsen-Anhalt (16 %). Der Eigenanteil (9 %) wird durch die Landkreise Burgenlandkreis und Saalekreis sowie den Geo-Naturpark selbst getragen.

IMPRESSUM
DATENSCHUTZ

Geo-Naturpark „Saale-Unstrut-Triasland“ e.V.
Unter der Altenburg 1 - 06642 Nebra

Telefon: +49 (0) 34461 220-86
E-Mail: info@naturpark-saale-unstrut.de

Projektbearbeitung: 
Nele Gnutzmann, Jens Eckner, Nina Hinkeldey

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